Regitzs unter den besten der Welt

Dirk und Fabienne Regitz von der TSA d. TSG 1862 Weinheim im Finale der Sen II Kombi WM

Platja d’Aro nördlich von Barcelona – 21 Grad strahlender Sonnenschein. 58 Paare aus 18 Ländern stehen bereits um 8 Uhr morgens vor der Stadthalle, um sich für die Weltmeisterschaft Senioren 2 in der Kombination zu registrieren. Aus Deutschland sind 14 Paare mit dabei, darunter auch die Deutschen Meister in dieser Disziplin: Dirk und Fabienne Regitz von der TSA der TSG 1862 Weinheim. 
Seit der Deutschen Meisterschaft im April haben sich die beiden kontinuierlich auf dieses große Ereignis vorbereitet. Gemeinsam mit ihren Standardtrainern, darunter die sechsfachen Weltmeister Michael und Beate Lindner aus Darmstadt sowie der ehemalige Profitänzer Patrick Zimmermann aus Offenbach und ihrem Lateintrainer Emanuil Karakatsanis wurden die Choreographien optimiert und an den tänzerischen Fähigkeiten gefeilt. Bei den internationalen Großturnieren Dancecomp im Juli und der German Open Championship im August konnten die beiden bereits mit einem dritten und einem siebten Platz in Latein auf sich aufmerksam machen und auch in der Standardsektion unter die Toppaare der Welt tanzen. Für die Weltmeisterschaft in Platja d’Aro war das Primärziel daher auf Semifinale gesetzt. „Wir kennen inzwischen die Konkurrenz in der Klasse und wussten, dass es ca. 8-10 sehr gute Paare gibt, die alle gerne einen Platz unter den besten Sechs im Finale ergattern möchten. Daher war ein realistisches Ziel das Semifinale (Top12). Alles andere mussten wir abwarten“, erklärt Dirk. Der Turniertag begann um 9 h mit der ersten Runde Latein. Gut betreut durch ihren Trainer Emanuil Karakatsanis, der es sich nicht hatte nehmen lassen, Dirk und Fabienne zu begleiten, machten sich die Weinheimer ans Werk und fielen sofort durch positive Ausstrahlung und Energie auf der Fläche auf. Auch der Standardteil der Vorrunde lief ausgezeichnet. Der Einzug in die zweite Runde stellte kein Problem dar. In Standard gab es volle 55 Kreuze und auch in Latein hervorragende 48 von 55. Diesen Level erreichten nur 7 der 58 Paare. Die zweite Runde mit 39 Paaren lief ebenfalls bestens und das Semifinale als gestecktes Ziel war erreicht. Unter den 13 qualifizierten Paaren belegten Dirk und Fabienne nach Kreuzen Rang 6. Da die Wertung während des Turniers nicht einsehbar ist, war den beiden allerdings nicht bewusst, dass sie damit beste Voraussetzungen für das Finale hatten. 9 Stunden nach dem Start der ersten Runde absolvierte das Ehepaar Regitz nun also das Semifinale. Die vielen Pausen zwischen den Runden sorgen bei einem solchen Turnier für eine Beanspruchung besonderer Art. Immer wieder muss der Körper nach der Pause wieder reaktiviert werden, um Höchstleistung zu bringen. Auch die Konzentration muss auf den Punkt da sein. Beides gelang den Weinheimern auch im Semifinale wieder. Um 20 h stand fest, dass Fabienne und Dirk ihr selbstgestecktes Ziel übertroffen hatten und neben einem weiteren Paar aus Deutschland, sowie Paaren aus Polen, Spanien, Estland und Belgien das Finale bestreiten durften. 
Hierzu präsentierten sich alle sechs Paare zunächst einzeln mit einem Slowfoxtrott. „Das war ein tolles Gefühl. Die Fläche war wunderschön beleuchtet, die Atmosphäre sehr positiv und sogar das spanische Fernsehen war anwesend und übertrug ab dem Semifinale live. Trotz der enormen Anstrengung einfach schön!“ schwärmt Fabienne. Wieder mussten die fünf Standardtänze absolviert werden. Die nachträgliche Einsicht in die Wertung zeigte, dass Fabienne und Dirk hier vier fünfte und einen sechsten Platz belegten. Nach einer weiteren Umziehpause standen dann die letzten fünf Tänze des Tages an. Die Lateinsektion lief noch einmal besser und die Weinheimer konnten mit vier dritten und einem fünften Platz Boden gut machen. All diese Details wurden vor der Siegerehrung allerdings nicht bekannt gemacht und so standen alle Finalisten gespannt an der Fläche. Als sechste wurde das Paar aus Belgien aufgerufen. Sie hatten im vergangenen Jahr den Vizeweltmeistertitel ertanzt. Dieses Paar hinter sich zu lassen war bereits ein großer Erfolg. Anschließend wurde das weitere deutsche Paar aus Bayern für den fünften Platz aufgerufen. Als dann Dirk und Fabienne zum vierten Platz ​gratuliert wurde, war die Freude im deutschen Lager riesig. „Bei unserer ersten Weltmeisterschaft in dieser Klasse schon so nah an das Treppchen zu tanzen ist einfach unglaublich“ kommentiert Dirk. 
Zusammen mit ihrem Coach Emanuil Karakatsanis und weiteren deutschen Paaren wurde im Anschluss noch ein wenig gefeiert. „Nach einem Turniertag von mehr als 14 Stunden waren allerdings kaum noch Kräfte vorhanden, um die Nacht durchzufeiern“ schmunzelt Fabienne.

TSA startet durch!


Im Folgenden die aktuellen Trainingszeiten und der neue Belegungsplan zum Download.

 

Achtung: Einstieg in die einzelnen Gruppen ist jederzeit möglich!

 

HOBBYTANZ für Paare (Standard und Latein)

Hobbykreis II (wöchentlich) Mi. 20:30 – 22:00 Uhr (R1)
Hobbykreis III (14-tägig, ungerade Kalenderwoche) Fr. 20:30 – 22:00 Uhr (R1)
Hobbykreis IV (14-tägig, gerade Kalenderwoche) Fr. 20:30 – 22:00 Uhr (R1)

SOLOTANZ / LINE DANCE für Einzelpersonen

Line Dance (wöchentlich) Fr. 19:30 – 20:30 Uhr (R1)

KINDERTANZ

Minimäuse 1 ca. 3 – 4 J. (wöchentlich) Do. 15:00 – 15:45 Uhr (R1)
Minimäuse 2 ca. 5 – 7 J. Einsteiger (wöchentlich) Do. 15:45 – 16:30 Uhr (R1)
Minimäuse 3 ca. 5 – 7 J. Fortgeschrittene (wöchentlich) Do. 16:30 – 17:30 Uhr (R1)
Dancekids ca. 8 – 12 J. (wöchentlich) Do. 17:30 – 18:30 Uhr (R1)

TECHNIK-TRAINING

Einsteiger (wöchentlich) Mi. 18:00 – 18:45 Uhr (R1)
Latein D/C-Klasse (wöchentlich) Mi. 18:45 – 20:15 Uhr (R1)
Latein Erwachsene (wöchentlich) Mi. 20:30 – 21:30 Uhr (R2)
Standard Einsteiger bis C-Klasse (wöchentlich) Mo. 20:30 – 21:30 Uhr (R1)

TURNIER-TRAINING

Latein B/A/S-Klasse (wöchentlich) Di. 19:00 – 21:00 Uhr (R1)
Standard B/A/S-Klasse (wöchentlich) Mo. 19:45 – 21:15 Uhr (Lorsch)

 


Training im R1 = 1. OG TSG-Halle, Training im R2 = 2.OG TSG-Halle, Mannheimer Str. 11, Weinheim

 

Starker Auftritt auf heimischer Fläche

Paare der Tanzsportabteilung erfolgreich beim Heimturnier
Das Hauptgruppe D-Latein Turnier mit fünf Weinheimer Paaren von insgesamt 16, bei dem sowohl Platz 1 als auch 3 an die TSA gingen, war nur eines der vielen Highlights des Heimturniers der Tanzsportabteilung der TSG 1862 Weinheim. Drei Mal Podium, mehrere Halbfinals und starke Debüts von Nachwuchspaaren machten am Ende die Bilanz der TSA aus.
Der erste große Erfolg ließ auch nicht lange auf sich warten: beim ersten Lateinturnier des Tages, der Hauptgruppe D-Latein, gingen auch die ersten TSA Paare des Tages an den Start. Das Feld von 16 Paaren wurde gleich von 5 Weinheimer Tanzpaaren aufgefüllt, die alle den Einzug in die Zwischenrunde geschafft haben. Darunter auch Sander Bras/Celine Bauer, die bei ihrem Debüt einen starken Auftritt hinlegen konnten und mit 11 von 15 möglichen Kreuzen schließlich 5 Paare hinter sich lassen und den 10. Platz belegen konnten. Ebenfalls eine starke Premiere konnten Oliver Preßler/Nina Lachmann feiern, die auf dem 8. Platz landeten, knapp vor Julius Richter/Jasmin Lachmann. Zwei Paare waren jedoch weiterhin im Rennen, und kämpften gemeinsam, aber auch gegeneinander um die vorderen Plätze. Nach einem starken Finale, unterstützt durch das heimische Publikum, wurde die TSA zunächst von Lars Starbaty/Lisa Beyer beschert, die nur knapp den 2. Platz verpassten und souverän die Bronzemedaille gewinnen konnten. Das gesamte Turnier ging jedoch ebenfalls an Weinheim: Dennis Popp/Nathalie Lind gewannen die Hauptgruppe D-Latein mit allen gewonnenen Tänzen und sicherten sich mit einer sehr guten tänzerischen Leistung das oberste Treppchen, eine weitere Platzierung und ganze 15 Aufstiegspunkte.
Gleich im Anschluss fand auch das Turnier der Hauptgruppe C-Latein statt. Auch hier konnten sich gleich 2 Nachwuchspaare fürs Finale beim Feld von 16 Paaren qualifizieren. Darunter alte Bekannte: Dennis Popp und Nathalie Lind durften als Sieger der niedrigeren Klasse beim Turnier der C-Klasse starten und legten erneut eine phänomenale Leistung auf die Fläche, die sie erneut ins Finale und schließlich auf den 6. Platz brachte, wobei sie in der Samba 3er und im ChaChaCha 4er wurden. Noch weiter vorne sind Carsten Scholz/Christina Obst gelandet. Mit jeweils einem 2., 3., 4., und 5. Platz verpassten sie in diesem starken, sehr ausgeglichenem Finalfeld nur knapp das Podium und wurden Vierte. Auch sie nehmen dadurch eine weitere Aufstiegsplatzierung mit auf den Weg.
Bevor es mit den höheren Klassen der Hauptgruppe weiter ging, durfte sich zuerst die Jugend zeigen. In der höchsten deutschen Leistungsklasse der Altersgruppe Jugend, der A-Klasse, traten Igor Fursov/Tanita Weggler an. Die etablierten Tänzer lieferten sich im Finale einen harten Kampf mit den restlichen Paaren und wurden schließlich für ihre großartige tänzerische Leistung mit einem 3. Platz belohnt, darunter auch mit einigen 2en in der Wertung.
Nun gingen aber die Hauptgruppe B-Latein Paare Weinheims auf die Fläche. Das Turnier fand mit insgesamt 14 Paaren statt und so erfolgreich wie bisher konnten sich auch in diesem Turnier gleich zwei TSA Paare fürs Finale qualifizieren. Wie schon am gesamten Tag waren sich die Wertungsrichter weiterhin nicht einig, sodass fast jedes Paar ein breites Spektrum an Wertungen erhielt. Dies betraf auch die heimischen Paare: Gaspare Gacioppo/Saskia Fath verbuchten Wertungen von 3 bis 6, wurden in den fünf Tänzen zwei Mal 4., zwei Mal 5. und ein Mal 6. Dies bedeutete für sie am Ende den 5. Platz in diesem packenden Finale. Wie knapp es tatsächlich war, zeigte dann die endgültige Wertung des nächsten TSA Paares, Alexander Schröder/Laura Salama. Alexander und Laura wurden drei Mal 4., ein Mal geteilter 5. und ein Mal 6. in den jeweiligen Tänzen. Am Ende entschied nur dieser geteilte 5. Platz darüber, dass sie 4. geworden sind und das Podium verpassten.
Der Turniertag wurde dann letztendlich vom Turnier der Hauptgruppe A-Latein abgeschlossen, der zweithöchsten Leistungsklasse des deutschen Tanzsports. Dieses Turnier war das eindeutige Highlight des Tages, mit phänomenaler Tanzleistung aller Paare und dem großen Showfaktor, der das Publikum mit sich riss. Bei einem für ein solch hochklassiges Turnier größerem Feld von 12 Paaren gingen ebenfalls zwei Weinheimer Paare an den Start. Kai Erdel/Tina Voss tanzten eine starke, souveräne Vorrunde, haben am Ende trotz guter Leistung nur knapp das Finale verpasst. Dies war jedoch auch durch das sehr starke, prominente Feld der 6 besten Paare des Turniers bedingt. Mit am Start waren z.B. Erik Wittenbeck/Michelle Gette vom Schwarz-Weiß-Club Pforzheim, die Bronzemedallisten der Jugend A-Latein Landesmeisterschaft 2016 und Sieger der Hauptgruppe A-Latein bei Hessen Tanzt. Die TSA musste sich aber nicht verstecken: mit Stephan Wirth/Celine Jörns hatte auch Weinheim ein sehr starkes Paar in diesem spannenden Finale. Tanz für Tanz wurde die Atmosphäre in der Tanzschule besser und lauter, alle verbliebenen Freunde und Bekannten konzentrierten ihr Anfeuern auf Stephan und Celine. Als sie nach dem ersten Tanz auf dem 2. Platz gelandet sind, brach der Jubel aus; nun hieß es konzentriert bleiben und die Leistung weiterhin aufrecht erhalten. Die restlichen Tänze wurden trotz vereinzelter 1er und 2er alle auf den 3. Platz gewertet, sodass Stephan und Celine die Erfolgssträhne der TSA mit einer Bronzemedaille großartig abschließen konnten. Mit diesem 3. Platz sind auch sie einen weiteren Schritt näher am Aufstieg zur S-Klasse, der höchsten Leistungsklasse des Tanzsports.
Ein besonderer Dank gilt Jürgen Hammersdorf, der erneut seine Tanzschule zur Nutzung bereitstellte, und allen Helfern, die den reibungslosen Ablauf des Turniers ermöglichten.